Wie schütze ich mich gegen Omikron? 10.03.2022

Liebe Patientinnen und Patienten,

Ich habe seit Anfang des Jahres darauf hingewiesen, dass Omikron sich "demnächst rasant ausbreiten" wird. Inzwischen explodieren die Zahlen auf absolute Rekordwerte. Dank der unsinnigen Lockerungen! Das war so was von absehrbar!

Es gibt noch immer Unverbesserliche, die meinen, Corona gäbe es nicht, oder Sie meinen, Corona würden gerade sie nicht bekommen. Während wir noch nach 18 Uhr Coronasprechstunde halten, laufen lärmende "Spaziergänger",  Coronaleugner und Impfgegner an der Praxis vorbei. Letztendlich kann man nur wählen zwischen dem Original, der Coronainfektion, oder einer Impfung. Selbst wenn eine Corona-Infektion harmlos verläuft, vielfach sind Organschäden eine Folge. 

Wie schützen Sie sich gegen Omikron?

Durch Impfen und FFP2-Maske.

Impfen schützt Sie gegen schwerere Verläufe einer Corona-Infektion. Aber Impfen schützt Sie nicht 100%ig gegen Ansteckung. 

Wer noch nicht geimpft ist, sollte sich schleunigst impfen lassen.

Wer mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft ist, sollte so bald als möglich eine zweite Impfung mit einem m-RNA-Impfstoff erhalten. Denn er ist gegen Omikron ziemlich ungeschützt. 

Wer schon zwei Mal geimpft ist, kann nach 3 Monaten eine Auffrischung (Boosterung) erhalten. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) ist der Mindestabstand 3 Monate, der empfohlene Abstand 3-6 Monate. Keine Panik, wer erst in ein oder zwei Wochen einen Impftermin hat. Es entspricht nicht der Realität, dass nach 3 Monaten der Impfschutz nicht mehr vorhanden ist. 

Antikörpertestungen in der Praxis zeigen sogar nach 6 Monaten bei den meisten eine sehr guten Impfschutz unter 70.

Nur die FFP2-Maske schützt Sie vor Ansteckung. Die OP-Maske und nicht abdichtende Masken schützen Sie nicht! Nur FFP2!

Nur mit FFP2-Maske dürfen Sie unsere Praxis seit Dezember betreten!

Corona-Viren werden per Aerosol übertragen. Sie kennen keinen Mindestabstand. Sie fallen nicht nach 1,5 Metern auf den Boden. Sie verbreiten sich im Raum, je kleiner der Raum, desto eher.

Meiden Sie alle Räume mit anderen Personen ohne Maske, bei denen Sie nicht 100%ig sicher sind, dass sie an diesem Tag nicht ansteckend sind, also durch einen Schnellabstrich. Sei es am Arbeitsplatz oder privat. Nur mit FFP2-Maske sind sie gesichert. 

Wenn Sie sich privat in einem Raum ohne Maske treffen wollen, machen Sie vorher alle einen Schnelltest eines guten Anbieters. Egal, ob Sie geimpft sind. Denn Impfung schützt Sie nicht unbedingt vor Ansteckung. Und geimpft, können Sie ansteckend sein, ohne Symptome zu zeigen.

Meiden Sie alle Geschäfte, wo keine Maske getragen wird. Meiden Sie alle Restaurants, bei denen nicht gewissenhaft Ihr Impfstatus geprüft wird. Luca-App wird nicht mehr gepflegt. Meiden Sie alle Veranstaltungen, bei denen Sie nicht 100%ig sicher gehen können, dass Sie nur mit Nichtinfizierten in einem Raum sind.

Zu Geimpften gehören auch Leute mit J&J, die eigentlich keinen Schutz haben.

Treffen Sie sich privat doch im Freien statt im Zimmer. Auch auf einem Spaziergang kann man sich unterhalten, und ein Kaffee in guter Winterkleidung vor dem Haus ist auch möglich. Besser wie eine Corona-Infektion. 

Man muss nicht auf alles verzichten, aber da bisher erst 75,7% der Bevölkerung erst vollständig geimpft sind (Stand 22.03.22), muss die geimpfte Mehrheit die Folgen jener Impfverweigerer tragen. 

Ihr Dr. Helmut Horn